Gedankenkarussell Stoppen Und Wieder Gut Schlafen: So Funktioniert Es!

Ein weiterer Stressiger Tag neigt sich dem Ende zu und den ganzen Tag freust du dich schon darauf, endlich im Bett zu liegen. Doch dann hört das Denken leider oft nicht von alleine auf. Du denkst nach, über dieses und jenes, während die Zeit nur so dahingeht. Ist das der Fall, dann bist du in einem Gedankenkarussell angekommen.

Wie kann ich das Gedankenkarussell stoppen und wieder gut schlafen?

  • Gedanken aufschreiben
  • Meditieren
  • “Schafe zählen”
  • Aufstehen und frische Luft schnappen gehen
  • Gedankenkarussell effektiv und sinnvoll nutzen
  • Bei langfristigen Problemen: Professionelle Hilfe suchen
  • Eine eigene Lösung finden

Aus einem Gedankenkarussell wieder auszubrechen, wenn man sich einmal in einem befindet, ist oft nicht leicht. Aber natürlich gibt es auch hier einige einfache Methoden, Techniken und Ratschläge, die ich dir mit an die Hand geben möchte. Viele sind sehr einfach umzusetzen, also keine Angst davor einige dieser Tipps zu Probieren, solltest du dich mal wieder in einem Gedankenkarussell wiederfinden. Die kleinen Dinge machen den großen Unterschied!

Was ist ein Gedankenkarussell?

Die Inspiration für diesen Artikel habe ich, wie auch sonst häufig, aus meinem eigenen Leben gewonnen. Erst gestern Nacht lege ich mich nach einem schönen und anstrengenden Tag ins Bett, meistens einer der Tage, an denen ich ganz von alleine zügig weg döse. Aber nicht so gestern Abend. Alles beginnt immer ganz unscheinbar: Oft lässt man den Tag Revue passieren, denkt ein wenig über Gespräche nach, die man im verlaufe des Tages geführt hat, oder was tolles und weniger tolles passiert ist. Weiter geht es zu den großen Fragen des Lebens: bin ich zufrieden mit mir und meinem Leben? Wie groß wohl das Universum ist? Habe ich meinen Wecker gestellt? Wenn du dich so oder so ähnlich nach einiger Zeit wach in deinem Bett wiederfindest, dann herzlichen Glückwunsch und mein Beileid. Du bist in einem Gedankenkarussell.

Die Gedanken kreisen um alle möglichen Themen, relevante Dinge und unwichtigen Kram und springen hin und her, ohne ein wirkliches Ziel. So lässt sich ein Gedankenkarussell wohl am besten beschreiben. Der Geist will nicht zur Ruhe kommen und ohne das der Geist zu Ruhe kommt, können wir auch nicht schlafen.

Tipps, um aus dem Gedankenkarussell zu entkommen

Da nun die Frage, um was es sich bei einem Gedankenkarussell genau handelt, geklärt ist, kommen wir nun zum spannenden Teil. Was kannst du denn konkret tun, solltest du dich Nachts in einem Gedankenkarussell wiederfinden? Dafür habe ich x Tipps herausgesucht, die auch ich selbst verwende, um den Gedanken zu entkommen.

Gedanken Aufschreiben: Diese Lösung ist für mich eine der effektivsten. Viele Gedanken halten dich Nachts nur wach, da du sie für wichtig hältst und auf keinen Fall vergessen darfst. Ein Beispiel dafür sind wichtige Termine, Geburtstage oder Deadlines. Wenn du all diese wichtigen Dinge und Daten auf einen Zettel aufschreibst, der am besten Permanent neben dem Bett lagern sollte, musst du sie nicht länger in deinem Kopf herum jonglieren und kannst garantiert besser zu Ruhe kommen.

Meditieren: Das Meditieren ist ein sehr mächtiges Tool, um unseren Geist besser in den Griff zu bekommen. Diese Lösung ist, zugegeben, keine, die sich sehr spontan Umsätzen lässt, sondern eine Fähigkeit, die über Wochen, Monate und Jahre erlernt und verbessert werden kann. Zu erklären, wie genau die Meditation funktioniert, würde hier den Rahmen sprengen. In Zukunft möchte ich aber noch mehr zu diesem Thema berichten, diesen Artikel werde ich dann künftig hier verlinken. Zum Einstieg kannst du jedoch folgendes Probieren: tief, langsam und kontrolliert Atmen und die Atemzüge zählen. Eins beim Einatmen, zwei beim Ausatmen, drei beim Einatmen und so weiter. Bist du bei zehn angekommen, ohne Unterbrechung wieder bei eins beginnen. Das sollte dir dabei helfen dich ganz auf deine Atmung zu fokussieren und so deine rasenden Gedanken zu beruhigen. Probiere es ruhig aus!

Schafe zählen: Es klingt immer so banal und wie ein Ratschlag, den man einem kleinen Kind geben würde, wenn es nicht Schlafen kann. Doch das Schafe zählen kann Wunder bewirken. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Meditieren im Punkt darüber: Es soll die wirren Gedanken abwenden und auf etwas neues, entspannendes richten. Durch das zählen wirst du gerade genug abgelenkt, um nicht wieder in den Gedankenkreis zu kommen, aber durch die eigentlich sehr monotone Aufgabe wirst du schnell Müde. Auch hier kann ich nur wieder sagen: Ausprobieren!

Aufstehen: Nichts macht mehr verrückt, als Stunden wach im Bett zu liegen und die Decke anzustarren. Das solltest du daher unbedingt vermeiden. Oft wird empfohlen nach spätestens 15 Minuten wieder (kurz) aufzustehen. Ich selbst finde das oft etwas sehr kurz und gebe mir meistens etwa 30 Minuten, dass kann aber von Mensch zu Mensch verschieden sein. Das ganze soll als eine Art “Reset Taste” wirken. Diese Zeit kannst du nutzen, um schnell auf die Toilette zu gehen oder das Frühstück für den nächsten Tag vorzubereiten. Auch ein Kurzspaziergang kann helfen, einfach um schnell ein wenig frische Luft zu schnappen. Zu lange solltest du dann aber auch wieder nicht auf den Beinen sein, nach einigen Minuten solltest du dich wieder ins Bett legen, sonst ist der Körper wieder komplett wach. Solltest du für längere Zeit wieder nicht einschlafen können, dann einfach den Vorgang wiederholen. Es mag auf den ersten Blick sehr kontraproduktiv wirken, kann aber manchmal wirklich helfen.

Das Gedankenkarussell sinnvoll nutzen: Das ist mit Sicherheit kein hoch wissenschaftlicher Ratschlag, aber wie ich finde ein sehr guter Tipp und auch wieder etwas, was ich selbst sehr gerne tue, frei nach dem Motto: “Wenn ich schon am Grübeln bin, dann aber richtig”. Du solltest dabei versuchen, den wirren Gedanken, die dir durch den Kopf kreisen, Struktur zu geben und aktiv über etwas nachzudenken. Ein Problem aus dem eigenen Leben, sowohl ein kleines als auch ein großes Problem können durchdacht werden. Wenn am nächsten Tag keine wichtigen Termine anstehen kannst du auch gerne mal 2 Stunden dein ganzes Leben überdenken. Wichtig dabei ist nur, das nicht im Bett zu tun, sondern aufzustehen, am besten noch ein Blatt Papier mit Stift für wichtige Notizen zur Hand zu nehmen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Nur als aktiven, geplanten Prozess und nicht als Geschnatter im Kopf, wenn du eigentlich schlafen möchtest. Der zweite Punkt, den du beachten solltest: Wenn du dann wieder im Bett liegst und wieder schlafen möchtest, musst du mit dem Denken fertig sein Dann sind wir nämlich wieder bei unserem ursprünglichen Ziel angelangt, dem, dass wir gut schlafen wollen. Gute Nacht!

Eine eigene Lösung finden: Wie so oft gibt es leider auch hier keine geheime Lösung, die alle Probleme verfliegen lässt. Ich kann dir nur Raten verschiedenes zu probieren und eine für dich persönlich passende Lösung zu finden. Jeder Mensch ist verschieden und jedem helfen andere Dinge, wenn man nicht schlafen kann. Probiere es mit einem oder mehreren der Tipps von oben oder gehe einen ganz eigenen Weg, der für dich funktioniert. Es gibt kein richtig oder falsch, finde heraus, was funktioniert und bleibe dabei. Und wenn es nicht funktioniert, versuche es mit etwas neuem.

Wenn alles nichts hilft

Doch auch wenn du alles Probiert, alle Tipps befolgt, alle Ideen von dir getestet hast, kann es passieren, dass du trotzdem weiter wach im Bett liegst, die Gedanken Kreisen und die Müdigkeit auf sich warten lässt. Sollte das langfristig der Fall sein, dann hab keine Angst davor dir professionelle Hilfe zu holen. Schlafstörungen im Allgemeinen werden von vielen leider sehr unterschätzt und können einen sehr großen, negativen Einfluss auf dich und dein Leben haben, wenn sie nicht behandelt werden. Wenn du also schon seid längerer Zeit mit Schlafproblemen zu kämpfen hast und dir die “normalen” Tipps, wie die in diesem Artikel, nicht mehr weiter helfen können, dann wird es Zeit eine Schlafklinik, einen Arzt oder einen Psychiater aufzusuchen und dich Professionell beraten und eventuell behandeln zu lassen. Ich mit dieser und auch viele andere Seiten geben ihr bestes, dich soweit wie möglich zu beraten und dir Tipps an die Hand zu geben, aber ich bin kein Arzt oder sonst wie fachlich ausgebildet. Sollte es ernst bei dir sein, ist das Internet nicht weiter die richtige Quelle, um dich zu beraten.

Wie sich das Grübeln langfristig verhindern lässt

Viele der oben genannten Tipps sind eher für eine kurzfristige, spontane Situation und ihre Lösung geeignet. Auch wenn diese Techniken natürlich immer wieder angewandt werden können, beseitigen sie nicht die Ursache für die Grübeleien. Die Ursachen für ein Gedankenkarussell können ganz verschiedene sein, oft sind es schwierige und belastende Lebenssituationen oder spannende, wichtige Ereignisse in unserem Leben (Prüfungen, Scheidungen, Kündigungen, usw.). Ausschließen kann man wohl nie, dass man nicht irgendwann mal wieder in einem Gedankenkarussell landet, aber der beste Weg zu Bekämpfung ist das Eliminieren der Ursache und damit den Anlass für die Gedankenkreise. Der eigentliche Kampf wird also nicht im Bett, sondern meistens im täglichen Leben ausgetragen. Dieser Artikel soll sich nun nicht zu einer Motivationsrede entwickeln, aber als letzten Ratschlag möchte ich doch noch etwas mitgeben:

Versuche zu beobachten, wie die Gedankenkreise beginnen. Was ist der Auslöser? Worum drehen die Gedanken hauptsächlich, wenn du dich in einem Gedankenkarussell wiederfindest? Oft wird sich so ein Ereignis oder ein Problem aus dem eigenen Leben hervortun. Wenn du die Möglichkeit hast, dieses Problem zu lösen, dann ist das wohl langfristig die beste Lösung gegen lange Gedankengänge. Gute Nacht!

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