Können Auch Erwachsene Von Einem Mittagsschlaf Profitieren?

Die meisten von uns kennen es nur zu gut: Man kommt erschöpft zu Hause an, ist müde und würde am lieben nur noch in Bett gehen, doch nach einem Blick auf die Uhr stellt man fest, dass es erst Mittags ist. Und wieder stellt man sich die alles entscheidende Frage: Ab ins Bett für einen kurzen Mittagsschlaf oder durchhalten, bis man abends sowieso ins Bett geht? Was es mit dem Mittagsschlaf für Erwachsene auf sich hat, ob er tatsächlich etwas bringt und was es dabei zu beachten gibt, habe auch ich mich gefragt und mich etwas schlau gemacht zum Thema Mittagsschlaf für Erwachsene. Folgendes habe ich dabei herausgefunden.

Können auch Erwachsene von einem Mittagsschlaf Profitieren? Ein kurzer Mittagsschlaf kann bei vielen Erwachsenen Menschen durchaus Vorteilhaft sein. Wichtig ist, dass der Mittagsschlaf bzw. Power Nap eine Dauer von 30 Minuten nicht überschreitet. Dann befindet sich der Körper bereits in einer Tiefschlafphase und man ist nach dem Aufwachen noch erschöpfter, als man es vorher war. Hält man die Schlafenszeit unter 30 Minuten, kann man neue Energie tanken und frischer und wacher wieder in seinen Alltag starten.

Warum sollte man einen Mittagsschlaf machen?

Ein Mittagsschlaf kann uns während des Tages mit neuer Energie ausstatten und eine kurzfristige Erschöpfung gut umgehen. Daher ist der Ruf, denn der Mittagsschlaf oft hat, dass nur alte Menschen und kleine Kinder Mittags schlafen müssen, nicht ganz verdient. Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile, die ein kurzer Mittagsschlaf mit sich bringen kann und es kommt mehr und mehr in Mode, dass auch junge Studenten und Arbeitnehmer sich in der Mittagspause ein kurzes Nickerchen gönnen. Vielleicht mutiert der gängige Begriff in Deutschland darum immer mehr vom mit Vorurteilen belasteten Mittagsschlaf hin zum englischen Wort Power Nap. Wie oben bereits erwähnt gibt es für den richtigen Mittagsschlaf einige Dinge zu beachten:

  • Der Power Nap sollte auf keinen Fall über 30 Minuten lang sein. Ist er das, befindet sich unser Körper in einer Tiefschlafphase, die etwa 90 Minuten andauert. Weckt uns unser Wecker in der Mitte einer solchen Tiefschlafphase, fühlen wir uns danach wie gerädert. Dann hatte der Mittagsschlaf nicht nur keinen Effekt, sondern sogar einen negativen. Und das ist ja wohl nicht unbedingt das, was man erreichen will.
  • Um zu gewährleisten, dass wir auch wirklich nach 20–30 Minuten aufwachen und nicht den ganzen Nachmittag verschlafen empfiehlt es sich unbedingt, vor dem Mittagsschlaf einen Wecker zu stellen. So ist man auf Nummer sicher und kann in Ruhe schlafen.
  • Der Mittagsschlaf sollte möglichst nicht nach 15:00 Uhr stattfinden. Sonst kann unser natürlicher Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht kommen, sodass wir abends schlechter schlafen können. Dann entsteht schnell ein Teufelskreis, abends ist man wach, schläft weniger, dafür mittags wieder müde und möchte länger schlafen, dadurch abends noch wacher und so weiter.
  • Auch auf die richtige Umgebung kommt es an. Ein Mittagsschlaf sollte im Optimalfall in einer auch sonst guten Schlafumgebung gehalten werden. Am besten im eigenen Bett, während das Zimmer dunkel, kühl und leise sein sollte. Empfohlen ist eine Schlaftemperatur zwischen 15 °C und 18 °C. Für einen Mittagsschlaf ist es außerdem empfehlenswert zur Abdunklung eine Schlafmaske zu verwenden (Oft recht der Rolladen am helllichten Tag einfach nicht aus). Ist es dann auch noch leiste, hat man die perfekte Umgebung für einen Power Nap gefunden.

Hält man sich an diese Dinge, wacht man meistens frisch wieder auf und kann erneut in seinen Alltag durchstarten. Unter diesen Umständen ist ein Mittagsschlaf auch für Erwachsene sehr empfehlenswert.

Doch lieber ein Koffein Nap?

Neben dem Mittagsschlaf oder Power Nap gibt es noch eine weitere Methode, sich nach dem Aufstehen noch fitter und wacher zu fühlen. Dies wird von vielen Koffein Nap oder Kaffee Nap genannt. Hierbei wird versucht, eine extra Ladung Energie durch den Mittagsschlaf in Kombination mit Kaffee bzw. Koffein zu bekommen. Wenn man Koffein zu sich nimmt, braucht dieser etwa 30 Minuten, bis die aufputschende Wirkung anfängt sich auf Gehirn und Körper auszubreiten. Dies ist genau die Zeit, nach der man von einem Nickerchen wieder aufwachen sollte. So trifft die stimulierende Wirkung des Koffeins nach dem Aufwachen auf den erfrischenden Effekt des kurzen Mittagsschlafs und gibt einem auf diese Weise einen extra großen Schlag neue Energie. Dieser Effekt ist durchaus nicht zu unterschätzen und ich selbst kann es nur jedem ans Herz legen, einmal selbst einen Koffein Nap bei sich selbst auszuprobieren. Eine durchaus interessante Alternative zum normalen Mittagsschlaf bzw. das Literweise Kaffee trinken über den Tag hinweg.

Die wahre Macht des Mittagsschlafs: Wie es Tesla gemacht haben soll

Dass der Mittagsschlaf ein sehr nützliches Tool ist, um neue Kraft und Energie für den Tag zu tanken, haben wir gesehen. Wie Mächtig so ein Power Nap am Tag allerdings sein kann sieht man gut, wenn man auf die Extrembeispiele guckt. Verschiedene Menschen haben verschiedene Schlafgewohnheiten und Zeiten, zu denen sie schlafen können oder wollen. Nicht in jedem Beruf und mit jedem Lebensstil ist der wohl übliche 8 Stunden Schlaf nachts möglich und umsetzbar. Darum haben sich mit der Zeit einige Schlafmuster herausgebildet, in den zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich lange geschlafen wird. So schaffen es einige Leute, mit viel Disziplin und Wille, mit sehr wenig Schlaf trotzdem den ganzen Tag über wach und Fit zu sein. In der Kurzfassung werden dazu oft mehrmals am Tag in regelmäßigen Abständen 20–30 Minütige Power Naps gemacht, die einem genug Energie geben, bis es den nächsten Power Nap gibt. Berühmte Beispiele sollen Leonardo da Vinci und Nikola Tesla gewesen sein. Beide haben (angeblich), mit der Schlaftechnik des sogenannten “Uberman” (Übermensch), nur 2 bis 3 Stunden täglich geschlafen. Möglich war dies durch sechs 20–30 Minütige Power Naps die alle vier Stunden über den Tag verteilt gemacht wurden. Neben ihnen gibt es auch noch weitere Berichte von Menschen, die mit solchen Schlafmustern mit sehr wenig Schlafenszeit am Tag ausgekommen sind. WICHTIG: Solche Schlafmuster sind extrem und sollten NICHT ohne Aufsicht zu Hause ausprobiert werden. Dies kann ernste gesundheitlich Folgen mit sich führen. Ich möchte diese Beispiele nur anführen, um zu Zeigen, was theoretisch mit Mittagsschläfen oder Power Naps alles möglich ist und wie gut diese funktionieren können. Von einem ausprobieren auf eigene Faust möchte ich sehr abraten. Dennoch ein sehr interessantes Thema wie ich finde, dass ich in Zukunft auf jeden Fall auch hier noch näher beleuchten möchte. Ich glaube, es gibt einiges, was man aus solchen Extrembeispielen lernen kann.

Mittagsschlaf mit Einschlafproblemen

Da ich auf dieser Website auch sehr vieles über die Themen Schlafstörungen und Einschlafprobleme berichte, möchte ich auch kurz einen Einblick geben, was für Möglichkeiten für einen Mittagsschlaf man hat, wenn man unter Einschlafproblemen leidet. Ich selbst kenne das nur zu gut, man legt sich hin, will ein 30 Minütiges Nickerchen machen und irgendwann klingelt der Wecker, ohne das man bisher überhaupt Einschlafen konnte. Das ist belastend und natürlich nicht Sinn der Sache. Leider gibt es nicht so viele Dinge, die man dagegen tun kann. Man kann sein Bestes geben, eine möglichst gute Schlafumgebung zu schaffen, mit den Tipps, die oben genannt sind (Es sollte kühl, dunkel und leise sein). Auch kann man versuchen eine Art Routine aus einem kleinen Power Nap zu machen, sodass der Körper zum Beispiel weis: Jeden Mittag um 13:00 Uhr gibt es auf diesem Bett ein kurzes Nickerchen. Sollte dies auch nach einigen Wochen (die typische Zeitspanne zum Aufstellen einer guten Routine beträgt in der Regel etwa 60 Tage) nicht konstant funktionieren sollte man von einem Mittagsschlaf eher absehen. Ich persönlich genieße es aber auch, mich einfach mal die halbe Stunde hinzulegen und nur aktiv über etwas nachzudenken und den Kopf frei zu bekommen und fühle mich danach auch oft wieder etwas frischer. Dabei darf dann aber nicht der versuch stattfinden, einzuschlafen und man sollte dies auch nicht in seinem Bett tun. Das so etwas tatsächlich etwas bringt, ist unwahrscheinlich und habe ich auch keine Studien zu gefunden, die das Belegen, aber es hilft manchmal einfach dabei, den Kopf frei zu bekommen.

Verwandte Fragen:

Gibt es einen Unterschied zwischen einem Mittagsschlaf und einem Power Nap? Nicht wirklich. Der Mittagsschlaf wir oft eher mit einem stundenlangen Schläfchen von alten Menschen verbunden, während der Power Nap vielleicht akkurater beschreibt, wozu er da ist: während des Tages in kurzer Zeit neue Energie zu tanken. Letztendlich ist es jedoch dasselbe, nur ist der Power Nap ein moderneres Wort für den etwas vorbelasteten Mittagsschlaf ist.

Ist es schlecht, keinen Mittagsschlaf zu machen? Keinen Mittagsschlaf zu machen bringt keine Nachteile mit sich und ein Großteil der Erwachsene verzichtet auch auf den Mittagsschlaf. Oft stehen wichtige Dinge, ein Stressiger Tagesplan ohne Verschnaufpause oder Einschlafprobleme im Weg. Verzichtet man auf den Mittagsschlaf kann man aber auch nicht von den positiven Auswirkungen des Mittagsschlafs Profitieren. Wenn man also etwas Zeit für einen kurzen Power Nap freihalten kann, sollte man dies möglichst tun um frische Energie und Kraft für den Tag zu tanken.

 

 

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