Wie Du Nachts, Trotz Husten, Wieder Gut Schlafen Kannst!

Ach, es ist einfach immer eine lästige Situation und dennoch ist sie manchmal einfach nicht abzuwenden: Man ist etwas am kränkeln, sinkt abends tot müde ins Bett und will nichts anderes tun, als zu schlafen. Doch dann kommt es, dass jucken im Hals, man Hustet einmal, zweimal und findet sich Stunden später immer noch wach im Bett liegend durch das ständige Husten. Hier möchte ich dir zeigen, was du im Notfall und zur Vorbereitung tun kannst, um diese Situation, so oft es geht, zu vermeiden.

Wie kann ich trotz Husten nachts besser schlafen?

  • Mach dir einen entkoffeinierten Tee
  • Schaffe dir eine gute Schlafumgebung
  • Pack dich warm ein, während es im Zimmer kühl sein sollte
  • Lege dir alle wichtigen Dinge griffbereit neben dein Bett
  • Warme Milch mit Honig hilft und ist lecker
  • Zur Not: ab zum Arzt

Wie immer gibt es ein paar weitere hilfreiche Tipps und kleinere Tricks weiter unten zu lesen. Auch auf die richtige Vorbereitung für den Schlaf möchte ich unten gerne noch weiter eingehen.

Was du spontan tun kannst

In diesem Teil möchte ich dir einige konkrete Ratschläge mitgeben, was du bei einem akuten Hustenanfall abends oder nachts tun kannst. Schlafen mit einem konstanten Hustenreiz im Hals ist schwer bis unmöglich. Kurz möchte ich noch Anmerken, dass ich kein Arzt bin und diese Ratschläge ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen basieren bzw. von mir selbst recherchiert sind.

Zunächst sollten zwei Arten von Husten unterschieden werden:

Der trockene Husten: beim trockenen Husten ist die Kehle sehr trocken und daraus entsteht ein lästiger Reizhusten. Der Hals ist dabei so angeschlagen, dass auch ständiges Schlucken nicht mehr helfen kann. Im Hals befindet sich einfach zu wenig Flüssigkeit und er trocknet aus. Bei einem trockenen Reizhusten entsteht oft das klassische permanente jucken im Halsbereich. Im Verlaufe der Erkältung verwandelt sich der trockene oft in einen verschleimten Husten.

Der verschleimte Husten: das Gegenteil vom trockenen Husten. Dieser entsteht oft als Konsequenz des trockenen Hustens. Der Körper sondert vermehrt Flüssigkeit in den Hals ab, um diesen etwas “anzufeuchten”. Nur meint es der Körper damit meistens etwas du gut und wir verschleimen.

Da dieser Unterschied nun definiert ist, kommen wir endlich zu den Dingen, die du tun kannst.

Mach dir einen Entkoffeinierten Tee

Ach ja, der Tee. Das Allheilmittel für alle Erkältungen. Aber diesen Status hat sich der Tee auch aus gutem Grund erarbeitet und darum sollte es auch bei dir der erste Punkt auf der Husten-Bekämpfungsliste sein. Ein Tee eignet sich bestens gegen den trockenen Husten, da er die Kehle befeuchtet und eine Art Schleimfilm im Hals bilden kann. Zudem gibt es Teesorten, die auch aktiver den Hustenreiz unterdrücken können. Am besten eignet sich bei Husten jeglicher Kräutertee aus der Apotheke, auch ein Eisenkraut-Tee kann helfen. Sicher findest du zu Teesorten auch in der Apotheke eine kompetente Beratung. Generell ist es wichtig, während einer Erkältung und besonders bei starkem Husten, viel zu trinken. Ein Tee ist neben Wasser mit Sicherheit die beste Flüssigkeitszufuhr. Gegen die mit Husten oft einhergehenden Halsschmerzen hilft ein Salbeitee.

Schaffe dir eine gute Schlafumgebung

Die Schlafumgebung ist immer wichtig und gewinnt bei einer Erkältung nochmal an Bedeutung. Der Schlafplatz sollte immer drei Punkten gerecht werden: Es sollte kühl, leise und dunkel sein.

Verstärkt wird der trockene Husten durch trockene Luft, die im Raum steht. Um den Reizhusten in der Nacht zu verhindern ist es nützlich, die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer so gut es geht zu erhöhen. Es hilft also, bei offenem Fenster zu schlafen bzw. vor dem Schlafengehen sehr gut zu lüften. So kann die alte, trockene Luft aus dem Zimmer mit frischer Luft von außerhalb ersetzt werden. Es sollte selbstredend sein, dass das offene Fenster bei einer Erkältung mit Vorsicht zu genießen ist. Im Winter ist es nicht zu empfehlen, bei Minusgraden die ganze Nacht das Fenster geöffnet zu lassen. Dennoch kann die frische Luft helfen. Auch die Luft aus der Heizung ist trocken und warm, also solltest du nach Möglichkeit auf die Heizung verzichten. Die optimale Schlaftemperatur liegt (normalerweise) zwischen 15 und 18 Grad Celsius. Bei einer Erkältung kann es ruhig auch etwas wärmer sein, aber ein kühles Zimmer kann Wunder wirken.

Für die perfekte Schlafumgebung ist es auch wichtig, dass es leise und dunkel ist. Diese beiden Dinge können in der Regel einfach erreicht werden. Die einfachste Lösung gegen Lärm jeglicher Art sind Ohrenstöpsel. Wenn du diese zum Tragen unangenehm findest, gibt es einige weitere Dinge, die du tun kannst, die aber auch mit etwas mehr Aufwand verbunden sind: Ein Umstellen des Betts innerhalb des Zimmers kann sich lohnen, wenn möglich sogar ein Umzug in ein anderes Schlafzimmer das ruhiger liegt. Manchmal hilft es auch, einfach mit den lauten Nachbarn zu reden. Nicht in einem aggressiven Ton, sondern ein freundliches Erklären, was stört und ob sie nicht etwas Rücksicht nehmen könnten. Zugegeben, diese Taktik ist nicht immer von Erfolg gekrönt und auch nicht immer haben Nachbarn direkten Einfluss darauf (Straßenlärm, kleine Kinder, Bauarbeiten, etc), aber ein Versuch kostet nichts.

Auch gegen die Dunkelheit (bzw. eher die Helligkeit) gibt es einige einfachere und einige kompliziertere Lösungen. Die einfachste Lösung ist hier eine Schlafmaske. Diese Kostet meistens unter 20 € und sorgt immer und überall für sofortige Dunkelheit. Meinen ausführlichen Artikel dazu findest du hier.

Kommt eine Schlafmaske nicht in Betracht, helfen ein dicker Vorhang oder am besten ein Rollladen. Auch diese dunkeln alles Licht von außen zumindest größtenteils ab. Alles Licht produzierende innerhalb des Zimmers, also Mehrfachsteckdosen, Nachtlichter, Wecker, usw., solltest du ausstecken oder abdecken. Auch das Licht im Flur solltest du ausschalten, damit kein Licht unter der Tür in das Zimmer dringt.

Hast du das getan und dein Schlafzimmer ist nur frisch gelüftet, abgedunkelt und die Geräusche werden geblockt, dann hast du die perfekte Schlafumgebung geschaffen.

Hausmittel, die helfen können

Neben dem Tee gibt es einen ganzen Haufen anderer Hausmittel, die gegen Husten und Erkältung helfen sollen. Während manchen davon sicherlich einen positiven Effekt haben können, ist das bei anderen fraglich.

Ein Hausmittel, das ich hier dennoch hervorheben möchte, ist die warme Milch mit Honig. Das Getränk hilft bei einem trockenen Husten ähnlich wie der Tee: Nicht nur helfen Honig und Milch auf natürliche Weise beim Einschlafen, sondern tun auch dem Hals sehr gut. Die Milch legt sich, ähnlich wie der Tee, wie eine Schutzschicht über den Rachen und ersetzt in gewisser Weise den Mangel an Flüssigkeit im Hals. Das sorgt für eine sehr entspannende Wirkung und entlastet den rauen, trockenen und gereizten Hals etwas. Probiere es ruhig einmal aus, sogar gut schmecken tut es!

Eine weitere Alternative ist das inhalieren. Hier gibt es natürlich auch verschieden starke Mittel, vom Hausmittel bis zum verschreibungspflichtigen Medikament. Als Hausmittel kann man ätherische Öle inhalieren, ob diese etwas bringen überlasse ich dir. In der Apotheke findest du gute Mittel zum Inhalieren, mit denen auch ich schon gute Erfahrungen gemacht habe. Wenn der Husten sehr lange anhält, kann auch ein Arzt etwas Stärkeres zum Inhalieren verschreiben. Dieser kann dich dann individuell beraten.

Kopf hoch!

Ja, das ist eine Motivation und ja, es ist auch ein weiterer Tipp. Kennst du das Gefühl, wenn die Erkältung schlimmer wird, sobald du dich hinlegst? Die Nase geht noch mehr zu, der Hustenreiz wird stärker, man fühlt sich elendig. In diesem Fall kann es helfen, in einer etwas aufrechten Position zu schlafen. Bau dir einen kleinen Berg aus Kissen oder stell den Kopfbereich deines Bettes etwas senkrechter ein, sollte dein Bett diese Funktion haben. So verhinderst du, dass dein Kopf “zugeht”. Einen ähnlichen Effekt hat es, auf der Seite statt auf dem Rücken zu schlafen. Das hält dir die Atemwege besser frei und lindert den Hustenreiz etwas.

Wie du den Schlaf besser vorbereiten kannst

Nun weißt du, was du in einem akuten Notfall gegen den Husten tun kannst. Aber auch in der Vorbereitung für das Bett gibt es schon einige Sachen, die du vorbereiten kannst, um dir später den Ein- und Durchschlafprozess zu erleichtern.

Lege dir alle wichtigen Dinge griffbereit neben das Bett

Diesen Schritt halte ich für absolut essenziell und ich selbst mache das jedes Mal, wenn ich krank bin: Das Schlafzimmer vorbereiten. Was du auf jeden Fall verhindern willst, ist es, Nachts unzählige male aufstehen zu müssen, um die verschiedensten Dinge zu holen. Diese Sachen sollten alle Vorbereitet in Griffnähe des Bettes liegen.

Überlege dir einfach vor dem Schlafengehen, was du in dieser Nacht brauchen könntest. Etwas zu trinken sollte immer dabei sein, um die Kehle wieder zu befeuchten, solltest du Nachts oder morgens aufwachen. Auch Taschentücher zum Nase putzen, eventuell Medikamente wie Husten stiller oder Nasenspray oder ein Buch können dabei sein. Hast du alles wichtige an deinem Bett vorbereitet, sparst du dir sicher den ein oder anderen unnötigen Gang aus deinem schönen, warmen Bett. Das sollte dir eine Minute Vorbereitung Wert sein.

Bei langer Qual

Wenn du dich Tage lang mit deinem Husten herumschlagen solltest und keine Besserung in Sicht ist, dann ist es vielleicht doch an der Zeit einen Arzt aufzusuchen. Besonders wenn zu dem Husten noch weitere Symptome wie Fieber, Atemnot oder ein Krankheitsgefühl hinzukommen, ist es Zeit für den Arzt. Dieser kann dich individuell untersuchen und beraten und passende Ratschläge und Medikamente mitgeben.

Gute Nacht!